Nationalpark Wattenmeer, Ruhe, ein unvergleichlicher Horizont, lange Wanderungen auf dem Deich, Vogelerkundungen. Ferien auf dem Bauernhof oder in gemütlichen, grosszügigen Appartements in typisch nordfriesischen Häusern. Schlickbäder, gesunde Luft und Schwimmen gehen. Andererseits: Abhängigkeit vom Fremdenverkehr, sinkende Einwohnerzahlen. Mögliche Lösung: Ökotourismus.




 

REIF FÜR DIE INSEL

Die heile Welt ...

Die kleine Nordsee-Insel Pellworm bietet für Familien und Einzelreisende ideale Bedingungen, um auszuspannen, "die Seele baumeln zu lassen", sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Hier gibt es keine anstrengende Animation, keine Hotelburgen.

... und ihre Kehrseite

Allerdings ist Pellworm nicht nur "heile Welt". Wirtschaftlich steht die Insel nicht sehr gut da: Die Landwirtschaft, ein wichtiger Wirtschaftszweig auf Pellworm, hat mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen. Die Feriensaison ist kurz, aber nur der Tourismus bietet ein sicheres Auskommen. Schwindende Einwohnerzahlen könnten die schwierige wirtschaftliche Lage Pellworms weiter verschlechtern.

Vereinigte Gegensätze

Das Zauberwort "nachhaltige Entwicklung" ist natürlich nicht das Allheilmittel für alle Probleme Pellworms. Aber die natürlichen Ressourcen der Insel zu bewahren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu sein, dieser Weg könnte entscheidend sein für die Zukunft der Insel. Bereits Ende der 70er Jahre begannen Versuche mit Windkraftanlagen auf Pellworm. Diskussionen um die Errichtung neuer Windkraftanlagen führten zu Überlegungen, wie die Eingriffe in die Natur andererseits dazu beitragen könnten, die wirtschaftlichen Grundlagen auf der Insel zu verbessern. Das Energiekonzept Pellworm ist ein Baustein auf diesem Weg zur wirtschaftlichen Stabilität der Insel. Es zeigt: Natur und wirtschaftlicher Fortschritt mit Hightech müssen sich nicht ausschliessen.

 

Wer sich für Umweltschutz interessiert, wird auf der Insel ein geschlossenes Rohstoffsystem vorfinden, das in dieser Konsequenz einzigartig sein wird. Umweltschutz zum Anfassen: Statt eines komplexen, kaum zu durchschauenden Energiesystems findet der Besucher einen nachvollziehbaren Kreislauf.

Zu einem ökologischen Kreislauf gehören selbstverständlich auch ökologische Lebensmittel. Knapp 10% der landwirtschaftlichen Flächen werden bereits ökologisch bewirtschaftet. Ein gesundes Verhältnis von klassischer und ökologischer Landwirtschaft wird ebenfalls zu der ökonomischen und ökologischen Stabilität der Insel beitragen.


 

Ökotourismus: warum nicht?

Ökologisches Interesse gezielt zu fördern, ist eine der Möglichkeiten, das Ungleichgewicht zwischen Haupt- und Nebensaison auf der Insel ins Gleichgewicht zu bringen. Mit Tagungen, Vorträgen und Seminaren wird nicht nur neues Publikum gewonnen, sondern auch Stammgäste zu anderen Jahreszeiten als den gewohnten auf die Insel gezogen. Dieses Ziel soll künftig stärker in Angriff genommen werden.

 
 

Konzept, Gestaltung und Programmierung: Medienbüro Barke & Partner, Köln. info@barke-und-partner.de