Diese Webseite stellt den Stand des Energiekonzepts im Jahr 2000 dar Inzwischen sind wir deutlich weiter. Pellworm ist heute eine CO2 - Senke.

Eine aktualisierte Darstellung folgt in Kürze.

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STROM UND WÄRME

Heute wird ein wesentlicher Teil des Stroms und der Wärme für die nordfriesische Insel Pellworm vom Festland importiert, jährlich rund 7.940 MWh Strom und 21.897 MWh an Brennstoffen (Öl, Kohle und Flüssiggas). Die meiste Energie verbrauchen die privaten Haushalte, die Landwirtschaft und der Fremdenverkehr.

Wirtschaftslage Pellworms

Die nur 37 km2 grosse Insel Pellworm befindet sich in einer schwierigen Lage. Seit vielen Jahren ist sie auf die finanzielle Förderung durch das Land Schleswig-Holstein, den Bund oder die EU angewiesen. Die Wirtschaftsbereiche Landwirtschaft, Fremdenverkehr und Dienstleistungen sind voneinander abhängig, Veränderungen in jeweils einem Bereich können schwerwiegende Nachteile für andere Sektoren nach sich ziehen. Einseitige Förderung des Tourismus, der stark saisonabhängig ist, könnte erhebliche Folgen für die Landwirtschaft haben. Eine Intensivierung der Landwirtschaft schadet der Attraktivität der Ferieninsel und bleibt nicht ohne Folgen für die einmalige Natur des Nationalparks Wattenmeer. Ein langfristiges Überleben der Inselgemeinschaft ist nur denkbar, wenn aus allen Bereichen ein ausreichendes Einkommen für die Bevölkerung zu erzielen ist.

 

 

Ein lokaler Entwicklungsplan

Pellworm ist mit seinen rund 900 Einwohnern eine sehr kleine Insel mit schwacher Infrastruktur und stark abhängig vom Fremdenverkehr. Ein Rückgang des Fremdenverkehrs birgt die Gefahr, dass sich auch die Infrastruktur verschlechtert und damit einhergehend weitere Insulaner Pellworm verlassen. Der Verein Ökologisch Wirtschaften setzt diesen Schwierigkeiten der Insel eine ökologisch orientierte Entwicklungsalternative entgegen. Das mit Förderung der Europäischen Union und unter Beteiligung des lokalen Energieversorgers Schleswag entwickelte Energiekonzept mit dem Titel "Energieversorgung mit erneuerbaren Energien am Beispiel der Nordseeinsel Pellworm - Ein lokaler Entwicklungsplan" ist ein Baustein auf dem Weg zu einer ökologisch und ökonomisch erfolgreichen Zukunft für Pellworm. Aus geographischen Nachteilen ökologische und ökonomische Vorteile erzielen, heisst der Grundgedanke.





Die Windkraftnutzung bietet auf der Insel das grösste Potential an Energieversorgung, und theoretisch könnte sich Pellworm schon heute selbständig durch erneuerbare Energien versorgen. Jährlich produzieren die vorhandenen Windkraftanlagen und das Hybridkraftwerk rund 15.000 MWh. Sie werden allerdings über ein Seekabel ungenutzt ans Festland abgegeben, weil Steuerungssysteme fehlen und für Flautenzeiten keine Ersatzenergien vorhanden sind.

Was noch fehlt...

Um heute eine selbständige Versorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien zu sichern, müssten zu allererst die Energiesparmassnahmen ausgeschöpft werden. Die solarthermische Warmwasserbereitung soll verstärkt Anwendung finden. Grosse Hoffnung für die künftige Energieversorgung wird in die energetische Nutzung von Biomasse in Form eines Blockheizkraftwerkes gesetzt, das sich auch als Reservesystem für windstille Tage anbietet. Um Angebot und Nachfrage an Energie im Lastverlauf eines Tages aufeinander abstimmen zu können, müsste eine Energieleitstelle eingerichtet werden, die die Aufgabe des Lastmanagements, also des Controlling, übernimmt. Last but not least scheint auch die Einführung von Elektrofahrzeugen für den Inselverkehr interessant.



Schon heute ist Pellworm ein gutes Stück vorangekommen auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Energieversorgung. Es gibt allerdings noch viel zu tun.

 
 
 

Konzept, Gestaltung und Programmierung: Medienbüro Barke & Partner, Köln. info@barke-und-partner.de